Der junge Bach

Im Alter von 18 Jahren tritt Johann Sebastian Bach seine erste Anstellung als Organist an der Neuen Kirche in Arnstadt an. Der junge Bach verliebt sich in Arnstadt in seine erste Frau Maria Barbara und leistet sich in der damaligen Residenzstadt einige Eskapaden. Einen Urlaub für eine vierwöchige Studienreise nach Lübeck verlängert er eigenmächtig auf über drei Monate. Sein Orgelspiel gerät in Kritik. „Er wechsle zu oft die Tonart, spiele dissonante Begleitakkorde und verwirre mit ungewöhnlichen Tönen die Gemeinde.” Außerdem habe er “eine fremde Jungfer auf die Empore geführt und sich eine handgreifliche Auseinandersetzung mit seinem Chorschüler Geyersbach auf dem Marktplatz geliefert.“ Dieses Bild Johann Sebastian Bachs ist uns fremd. Wir kennen ihn vielmehr als gesetzten, seriösen Menschen, wie er uns im Portrait von Elias Gottlob Haussmann entgegenblickt.

Die 28. Aschaffenburger Bachtage wollen den „jungen Bach“ in den Blick nehmen und sich unter Beibehaltung eines hohen programmatischen und künstlerischen Anspruchs dem jungen Publikum öffnen. Besondere Veranstaltungsformate sollen Kindern und Jugendlichen Einblicke in Leben und Werk Bachs vermitteln. Kinder und Jugendliche werden aktiv in die Veranstaltungsvorbereitung und -durchführung einbezogen.

Wir laden musikinteressierte Menschen aller Altersgruppen dazu ein, im Rahmen der diesjährigen Bachtage dem jungen Bach nachzuspüren und freuen uns auf lebendige und spannungsreiche Veranstaltungen.