4/8/2019
Sonntag
|
20:00 Uhr
|
Wallfahrtskirche Schmerlenbach
30,- / 25,- EUR

Bennewitz Quartet

Das Bennewitz Quartet ist eines der weltweit angesehensten Kammermusikensembles. Dieser Status wird nicht nur durch die Siege bei zwei bedeutenden Wettbewerben – Osaka 2005 und Prémio Paolo Borciani in Italien 2008 – manifestiert, sondern auch regelmäßig durch herausragende Kritiken. Das Ensemble wurde auch in der tschechischen Musikszene mit verschiedenen Preisen ausgezeichnet. So erhielt es schon 2004 den Preis der Tschechischen Kammermusikgesellschaft und gewann 2019 den Classic Prague Award für das beste Kammermusik-Konzert des Jahres. Aus einer langjährigen Zusammenarbeit mit dem Label Coviello Classics geht unter anderem eine Aufnahme der beiden Streichquartette von Leoˇ s Janáˇcek, kombiniert mit dem 4. Streichquartett von Béla Bartók, hervor, die von der Presse einhellig gelobt wird. Die zweite Aufnahme dieser Serie, 2010 erschienen, umfasst beide Quartette von Bedˇrich Smetana. Das darauffolgende, beim Label Hänssler Classic erschienene Projekt ist Dvoˇráks vollständigem Zypressen-Zyklus gewidmet, 2015 gefolgt von seinen Streichquartetten op. 51 und op. 106 bei SWRmusic/Naxos. Diese Aufnahme wurde mit dem „Choice of the Harmonie Magazine“ und „Editor’s Choice“ des Magazins Gramophone ausgezeichnet.
Die Mitglieder des Quartetts legen großen Wert auf eine inspirierende und auch herausfordernde Auswahl des Konzertrepertoires. In den Jahren 2012 und 2015 spielte das Ensemble an einem einzigen Abend die kompletten sechs Streichquartette Bartóks beim Festival Maggio Musicale Fiorentino und im schwedischen Upsala. 2014 präsentierten die vier die Lieder der Einwanderer von Slavomír Hoˇrínka im Konzerthaus Berlin. Im April 2019 erschien bei Supraphon, dem wichtigsten tschechischen Label, eine neue CD mit Musik der jüdischen Komponisten Hans Krása, Viktor Ullmann, Erwin Schulhoff und Pavel Haas, die alle dem Nazi-Terror zum Opfer fielen. Anfang 2019 trat das Bennewitz Quartet mit einer Auswahl dieser Werke bei der offiziellen Gedenkstunde an die Opfer des Holocaust im Deutschen Bundestag Berlin auf. Seit 1998 trägt das Bennewitz Quartet den Namen des Geigers und Direktors des Prager Musikkonservatoriums Antonín Bennewitz (1833-1926), der maßgeblich zur Gründung der tschechischen Violinschule beigetragen hat. Zu den bedeutendsten Musikern, die zu seinen Jüngern gerechnet werden, zählen vor allem Karel Hoffman, Josef Suk und Oskar Nedbal, die unter Bennewitz’ Einfluss das berühmte Böhmische Quartett bildeten.




Jakub Fišer - 1. Violine
Štěpán Ježek - 2. Violine
Jiří Pinkas - Viola
Štěpán Doležal - Violoncello

J.S. Bach: Contrapuntus aus der ‚Kunst der Fuge‘ 

Birtwistle: Bearbeitung desselbenContrapuntus 

Mendelssohn: Streichquartett a-Moll op. 13

Beethoven: Streichquartett a-Moll op. 132